CHRIST - LEBENSORIENTIERUNG  + + +

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JESUS SAGT:

ICH BIN DER WEG, DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN. 

NIEMAND KOMMT ZUM VATER AUSSER DURCH MICH.

JOHANNESEVANGELIUM 14, 6

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GEBET

SAKRAMENTE

BIBEL

GEMEINSCHAFT 

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LEBEN IN DER GEGENWART GOTTES

CHRIST SEIN - CHRISTIN SEIN - IM AUGENBLICK DIE LIEBE LEBEN

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GOTT IST DIE LIEBE UND
WER IN DER LIEBE BLEIBT
DER BLEIBT IN GOTT

UND GOTT BLEIBT IN IHM.

1 Johannesbrief 4, 16

Vatikan

Katholische Kirche Österreich

Ordensgemeinschaften 

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Jesus von Nazareth - Josef Ratzinger - Papst Benedikt XVI
Hörbuch

Kein Buch hat eine so große Resonanz in allen Medien, bei Persönlichkeiten in und außerhalb der Kirche gefunden wie der Weltbestseller des Papstes.

Zu seinem achtzigsten Geburtstag hat sich Papst Benedikt XVI. mit dem ersten Teil seiner großangelegten Arbeit über Jesus von Nazereth zweifellos selbst das schönste Geschenk gemacht. Aus seinem Buch werden nicht nur katholische Christen neue Gewissheit für ihren Glauben schöpfen. Von der „Taufe Jesu“ über „Die Versuchung Jesu“ bis zum Petrusbekenntnis und der Verklärung reichen die Themen dieses in bemerkenswert klarer Sprache verfassten, selbst für Nicht-Christen lesenswerten und außerordentlich lehrreichen Bandes.

Zu den eindrucksvollsten theologischen Darlegungen gehören das Kapitel über „Die Bergpredigt“ sowie jene über „Die Botschaft der Gleichnisse“ und „Die großen Johanneischen Bilder“. Dies nicht nur, weil der Papst darin den Kern des christlichen (Jesus-)Glaubens überaus anschaulich vor Augen führt, sondern auch, weil Benedikt XVI. darin den Graben zwischen dem „historischen Jesus“ und jenem des Glaubens mit einer beeindruckenden Souveränität überbrückt - und somit den generellen Widerspruch zwischen Vernunft und Glauben aufzulösen beginnt.

Titel: Jesus von Nazareth
Autor: Joseph Ratzinger

Hörbuch - Jesus von Nazareth - Teil 1
https://www.youtube.com/watch?v=bBepgYzaqMs&t=7022s

Hörbuch - Jesus von Nazareth - Teil 2
https://www.youtube.com/watch?v=J8sPEK9edXg 


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1. Aus dem Lebenslauf des Bruder Lorenz von der Auferstehung (1614 - 1691)

    Nicolas Herman wurde 1614 in Lothringen in einer tief christlichen Familie geboren. Im Alter von 18 Jahren erlebte er eine entscheidende geistliche Erfahrung, die hier erzählt wird. Er wählte damals den Beruf des Soldaten an der Seite des Herzogs von Lothringen. Aber dabei ging er hart am Tode vorbei; eine Verwundung zwingt ihn, mit 21 Jahren die Militärlaufbahn aufzugeben. Daraus entsteht eine Zeit der Rekonvaleszenz, in der er sich entschließt, sein Leben Gott zu weihen. Er wird Eremit, findet aber nicht den begeehrten Frieden.

   Nicolas macht sich also nach Paris auf, wo er Lakai eines königlichen Beraters wird. Mit 26 Jahren entschließt er sich, als Laienbruder ins Kloster der Unbeschuhten Karmeliten in der Rue Vaugirard einzutreten. Er erhält den Namen Lorenz von der Auferstehung. 15 Jahre lang ist er Koch der Gemeinschaft, später ihr Schuhmacher. Die ersten zehn Jahre seines religiösen Lebens - obgleich er mit einem gesunden Gespür für seine Sünden ausgestattet war - sind auf geistlicher Ebene kaum bemerkbar. Aber er gibt sich dem Herrn hin und bemüht sich, in allen Dingen einfach unter den Augen Gottes zu leben - und das zu jeder Tageszeit. So findet er den Frieden. Jetzt beginnt eine wahrhaftige Ausstrahlung des Charismas dieses Bruders: Er erhält zahlreiche Besuche, wie zB. den von Fénelon. (Francois Fénelon = Franz von Sales, Erzbischof von Cambrai). So verbringt Bruder Lorenz sein Leben in einer ganz einfachen und treuen Beziehung zum Lieben Gott, zu dem er am 12. Februar 1691, im Alter von 77 Jahren, heimkehrt.

    Die von einem seiner Freunde verfasste Biographie lässt ihn durch seine Botschaft von der Einübung in die Gegenwart Gottes rasch bekannt werden. Dieses Werk sollte sich weit ausbreiten - auch über die katholischen Kreise hinaus,  besonders im englischsprachigen Milieu. Dort wirkt die Ausstrahlung des Brother Lawrence sogar dauerhaft.

2. Aus der Asche zum Leben

    Mit dem Aschermittwoch beginnt heute die Fastenzeit. Asche? Welch traurige Wirklichkeit! Aber hören wir, was unser Bruder Lorenz über sich selber in dem sagt, was ein Zeuge in seinen „Gesprächen“ berichtet: „Ich sah Bruder Lorenz zum ersten Mal. Er sagte mir, dass Gott ihm bei seiner Bekehrung eine besondere Gnade erwiesen habe, damals, als er noch in der Welt lebte und erst 18 Jahre alt war. Eines Tages im Winter, als er einen entlaubten Baum betrachtete und sich überlegte, dass schon nach kurzer Zeit diese Blätter samt Blüten und Früchten wieder erscheinen würden, gewann er dadurch tiefe Einsicht in die Macht Gottes, eine Einsicht, die in seiner Seele nie mehr erloschen ist.“ (3. August 1666).

Gleicht unser Leben nicht diesem Baum, den der Winter seiner Blätter beraubt hat? Wollen wir aber bei dieser einfachen Feststellung bleiben oder wollen wir einen neuen Raum auftun, in welchem Gott neue Keime sprießen lassen kann - Leben, Liebe, Hoffnung, Glaube? Schauen wir, was uns das Wort Gottes - dieser Liebesbrief des Schöpfers an sein Geschöpf - lehrt. Das Wort bietet sich uns heute auf eine besondere Art und Weise an. Es ist die Nahrung, die uns die ganzen 40 Tage lang begleiten wird. So wie die Israeliten das von Gott an jedem Morgen in der Wüste geschenkte Manna einsammeln mussten, so müssen auch wir es ernten. Gehen doch auch wir gemeinsam, um diese von Gott am ersten Tag der Fastenzeit angebotene Nahrung einzusammeln.

    Der Prophet Joel sagt: Es ist höchste Zeit, zum Herrn zurückzukehren.Ein Trompetenstoß kündigt das Fasten an und ganz Jerusalem ist eingeladen, sich zum Gebet zu versammeln. Niemand wird davon ausgeschlossen, zur Gnade Gottes zurückzukehren. Welches wird die Trompete während dieser 40 Tage sein, die uns aufmerksam macht? Welche praktischen Mittel werden wir benützen, um wachsam zu bleiben? Welches werden unsere Termine mit Gott sein, die wir fixieren, um uns nicht durch die vielfachen Herausforderungen ablenken zu lassen? Jedem von uns steht es an, sich hinzusetzen und sich ein Bild davon zu machen, wie er diese Zeit der Exerzitien durchleben möchte, welche Verfügbarkeit wir Gott - und dem Nächsten - anbieten. Diese Zeit, die uns Einschränkungen zu bringen scheint: Wie könnten wir sie besser nützen, als indem wir Gott Augenblicke der wahrhaften Begegnung und des Hörens auf ihn anbieten?

    Diese Bekundungen unseres Eifer wären aber nutzlos, wenn sie nicht in das mündeten, was dem Herrn gefällt, nämlich in die Bekehrung des Herzens.Versuchen wir auch nicht, die Mittel zu vervielfachen, sondern seien wir Realisten. Lasst uns frohen Herzens beginnen. Wir sind bei keinem Wettbewerb angemeldet. Es ist nicht die Menge der guten Taten, die zählt, sondern das Durchhalten der gewählten Mittel, um diese Fastenzeit zu begehen. Mit weniger Geschrei, aber nicht weniger Dringlichkeit, werden wir vom Propheten Joel eingeladen, (1. Lesung Aschermittwoch, Joel 2,122-18), einen Weg zu eröffnen, der nicht schon übermorgen wieder abgebrochen wird, sondern der sich in getreulichem Durchhalten von Tag zu Tag erneuert.

    In seinem Brief an die Korinther (2. Lesung Aschermittwoch, 2 Kor 5,2 - 6,2) lädt der heilige Paulus ein: „Lasst euch mit Gott versöhnen!“   Gott ist uns immer einen Schritt voraus. Nicht der Mensch hat die Initiative zur Versöhnung ergriffen; der Vater ist es, der uns seinen eigenen Sohn gesandt hat, als wir noch Sünder waren. Öffnen wir uns heute seiner Gnade; sie wird uns zu Söhnen im Vielgeliebten Sohn Jesus machen.

    Kurz: Das Evangelium bietet sich uns in der Kraft der Wahrheit an. (Mt 6, 1-6, 6,16-18) Diese Seiten bei Matthäus drängen uns, jegliche Form von Verstellung zurückzuweisen, die sich hinter jeder Initiative verbergen kann, sei sie auch noch so schön. Der Böse kann uns bei unseren anfänglichen Vorsätzen vom Weg abbringen. Achten wir darauf, dass  sich nicht der Stolz in diese oder jene Initiative während der Fastenzeit einschleicht; er würde unsere gute Absicht, uns Gott und dem Nächsten zu nähern, stören. Und hier schlägt uns Jesus eine wahrhafte Erneuerung des Gebetes, des Teilens und des Fastens vor. Riskieren wir dabei nicht, mitten in den drei im Folgenden genannten Vorgangsweisen stecken zu bleiben, die unseren Weg durch die Fastenzeit behindern würden?

    Diese Seite aus dem Evangelium sagt uns, dass es drei Dimensionen unseres Seins gibt, die es zu verwandeln gilt: 

  • Unsere Gottesbeziehung durch Gebet
  • unsere Beziehung zu den Dingen durch Fasten
  • unsere Beziehung zum Nächsten durch Teilen

Aber Jesus lädt uns zur Zurückhaltung ein. Wenn wir in der Wahrheit leben wollen, dann handelt es sich nicht darum, sich hervorzutun, sondern zu Dem hinunterzusteigen, der jedem Menschen das Leben schenkt, und zu Dem, was Ihm wesentlich ist, nämlich dieses Herz umzuwandeln.

   „Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen“,rät uns das Evangelium.   Also lasst uns vorangehen auf diesem Weg der Fastenzeit, gestärkt durch das Wort, eingedenk unserer Schwachheit, aber immer dazu aufgerufen, unsere Angst zu überwinden, das Buch des Wortes in der Hand, den Blick auf  das Kreuz gerichtet.

3. Das Programm der Exerzitien

    Wir schlagen Ihnen vor, mit dem Herrn und Bruder Lorenz in sieben Etappen bis zum Ostertag zu wandern. Es wird ein Weg sein, auf dem wir uns vom Wort Gottes umformen lassen und auf dem wir lernen, unseren Alltag in Seiner Gegenwart zu leben:

 

1. Woche: Sich formen lassen

2. Woche: Unser Gottesbild reingen

3. Woche: Wenn Jesus uns ins Wanken bringt

4. Woche: Unsere Undankbarkeit aufgeben

5. Woche: Jesus zu sehen wünschen

Karwoche: IHN handeln lassen

4. Praktische Hinweise

An jedem Freitag der Fastenzeit erhalten Sie eine elektronische Botschaft mit einer audio-Zusammenfassung und einem Dokument von vier bis sechs Seiten zum Herunterladen:

  • einen Text über das Wort Gottes vom Sonntag mit einer Meditation
  • die Texte des Bruders Lorenz zum Entdecken seiner Lehre
  • Meditationsvorschläge und Vorsätze, um jeden Tag mit Bibel und Bruder Lorenz zu leben, in Bildern.

Gute Fastenzeit! Gute Umkehr!

Die Kirche lädt uns dazu ein. Gott erwartet uns. Die Welt braucht frohgemute Zeugen der „Guten Botschaft“, die von ihren Gesichtern jegliche Fastenmiene vertreiben. 

Guten Marsch in Richtung Ostern!


Bruder Didier-Joseph Caullery, OCD (Kloster von Avon)
und die Karmeliten in Österreich 

Sie können Teilnehmer zu den Exerzitien einladen, indem Sie diese Seite empfehlen: www.exerzitien-online.karmel.at
Die Exerzitien werden auf Deutsch, Englisch, Italienische, Französisch, Polnisch, Kroatisch und Spanisch angeboten.

5. Jeden Tag der Woche mit Bruder Lorenz beten

Aschermittwoch, 14. Februar

„Für meinen Teil, ich ziehe mich mit Gott in die Tiefe und ins Zentrum zurück so gut ich kann, und wenn ich dann so mit Ihm bin, fürchte ich nichts.“  (Brief 4)

„Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“  (Mt 6,6)

Ich höre die Stimme des Herrn, der zu meinem Herzen spricht und schon heute wähle ich mir für die ganze Fastenzeit einen Ort aus, von dem ich weiß, dass ich mich leicht dort aufhalten kann, um in Seiner Gegenwart zu sein.

Donnerstag nach Aschermittwoch, 15. Februar

„Mich erfüllen Scham und Betroffenheit, wenn ich einerseits an die großen Gnaden denke, die Gott mir erwiesen hat und die Er mir ohne Unterlass weiterhin erweist, und andererseits, welch schlechten Gebrauch ich davon gemacht habe und an mein langsames Voranschreiten auf dem Weg der Vollkommenheit“. (Brief 8)

„Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen.  Liebe den Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben. (Deuteronomium 30, 19-20).“

An diesem Tag kann ich den Herrn wegen einer Gnade preisen, die er mir vor kurzem gewährt hat.

Freitag nach Aschermittwoch, 16. Februar

„Da Er uns in Seiner Barmherzigkeit noch ein wenig Zeit schenkt, gehen wir munter ans Werk! Holen wir die verlorene Zeit nach. Wenden wir uns wieder voll Vertrauen an diesen gütigen Vater, der immer bereit ist, uns liebevoll aufzunehmen.“ (Brief 8)

„Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen!“   (Psalm 51,19)

Herr, all mein Sehnen liegt vor dir. Gib mir die Kraft, mit ungeteiltem Herzen in deiner Nachfolge zu gehen.

Samstag nach Aschermittwoch, 17. Februar

„Eine kleine Herzenserhebung genügt. Ein kurzes Erinnern an Gott, ein innerer Akt der Anbetung, wenn auch in Eile und mit dem Schwert in der Hand, das sind Gebete, die – wie kurz sie auch sein mögen – Gott doch sehr wohlgefällig sind.“ (Brief 6)

„Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr! Den ganzen Tag rufe ich zu dir. Herr, erfreue deinen Knecht; denn ich erhebe meine Seele zu dir.“ (Ps 86, 3-4)

Ich gebe acht auf  Zeiten des Leerlaufs untertags, um in einem kurzen Stoßgebet den Herrn anzurufen.

Quelle